Leseliste 2026 Teil 1
Teil eins der Buchklub Leseliste des Jahres. Alle Bücher von Februar bis Juli werden vorgestellt.
Im Dezember 2021 wurde unser Buchklub gegründet. Wir wollten eigentlich nur Anna Karenina lesen, doch ein Buch führte zum nächsten und so haben wir im Laufe der Jahre insgesamt 18 Bücher gelesen. Letztes Jahr ist die Liste unserer aktiven Mitglieder auf drei gewachsen und seit Kurzem führen wir den Buchklub öffentlich.
Immer weniger nehmen sich die Menschen Zeit, Bücher zu lesen. Wenn sich die eine oder andere Person, die auf ihrer Reise durchs Web auf unserer Seite vorbeikommt, durch unseren Online-Buchklub ein klein wenig dazu motivieren lässt, mal wieder ein Buch in die Hand zu nehmen, dann hat sich die Mühe für uns schon mehr als gelohnt.
Denn Bücher sind etwas Wunderbares und geben uns die nicht selten unterschätzte Möglichkeit, der eintönigen und stressigen Realität zu entfliehen. Dabei ist es völlig egal, ob Klassiker oder Kinderbuch, Jane Austen oder Walter Moers, Romantik oder Sci-Fi Horror, alles kann Spaß machen und die Fantasie anregen.
Ein Buchklub wie unserer bietet dabei einen Anreiz, sich auch mal außerhalb des gewohnten Terrains zu bewegen. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass ich jemals "Was vom Tage übrigblieb" von Kazuo Ishiguro lese. Und natürlich war das Buch ganz anders (und viel besser) als ich es mir vorgestellt hatte.
Mitmachen geht ganz einfach. Weiter unten findet ihr die Buchliste für die nächsten sechs Monate. Im Sommer losen wir dann die Bücher für den Rest des Jahres aus. Wir fangen Anfang Februar an zu lesen und lesen ab dann jeden Monat ein Buch. Es wird auch einige Posts zu den einzelnen Büchern geben, falls wir Zeit zum Schreiben finden.
Die Bücherliste
Das Auslosen der Bücher war einfach. Jeder von uns hat sechs Vorschläge gemacht, damit hatten wir insgesamt 18 Buchvorschläge. Von denen haben wir per Zufallsgenerator sechs ausgewählt. Dabei ist eine bunte Liste an Büchern herausgekommen, auf die ich mich schon sehr freue.
Februar: Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte von TJ Klune
Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre. Linus' eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus, das sich auf einer abgelegenen Insel befindet, genauer unter die Lupe nehmen. Kaum dort angekommen, stellt Linus fest, dass Mr. Parnassus' Schützlinge eher etwas speziell sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels! In diesem Heim kommt Linus mit seinem Regelwerk und seiner Vorliebe für Vorschriften nicht weit, das merkt er schnell. Eher widerwillig lässt er sich auf dieses magische Abenteuer ein, das ihn auf der Insel erwartet, und erfährt dabei die größte Überraschung seines Lebens ...
März: Aetherherz von Anja Bagus
Seit der Jahrhundertwende steigt grüner Nebel über den Flüssen auf. Æther ist für die Industrie ein Segen, für die Menschen ein Fluch. Luftschiffe erobern den Himmel, Monster bevölkern die Auen.
Wir schreiben das Jahr 1910: Im mondänen Baden-Baden scheint die Welt noch in Ordnung. Doch während die Kurgäste aus aller Welt durch die Alleen und den Kurpark flanieren, sterben junge Frauen an einer mysteriösen Vergiftung.
Das Fräulein Annabelle Rosenherz versucht die Ursache herauszufinden und gerät dabei selbst in große Gefahr, denn sie hat schon lange ein Geheimnis. Als sie der Wahrheit zu nahe kommt, nimmt man sie gefangen.
Auf den finsteren Höhen des Schwarzwalds verliert sie fast ihren Verstand und es entscheidet sich, ob Annabelle sich selbst akzeptieren kann, und ihre erste Liebe stark genug ist, den Widerständen der Gesellschaft zu trotzen.
April: Finding My Way. Ein Memoir von Malala Yousafzai
Nach dem Attentat der Taliban auf ihr Leben wurde Malala unvermittelt auf die öffentliche Bühne gestoßen und schnell zur international bekannten Symbolfigur für Mut und Resilienz. Doch fern der Kameras und Menschenmengen brauchte sie Jahre, um ihren Platz in einer ihr nicht vertrauten Welt zu finden. Nun nimmt Malala in Finding My Way ihre Leserinnen und Leser erstmals mit in die Welt hinter den Schlagzeilen – in einem zutiefst verletzlichen und überraschenden Memoir voller Authentizität, Humor und Zärtlichkeit.
Mai: Eine Frage der Höflichkeit von Amor Towles
New York, Neujahr 1937: Die beiden Freundinnen Kate und Eve – zwei Provinzschönheiten, die die Welt erobern wollen – gabeln in einer Jazzkneipe den charmanten Tinker Grey auf. Er trägt Kaschmir und scheint Single zu sein – ein Sechser im Lotto. Eine turbulente Freundschaft à trois beginnt. Die beiden jungen Frauen weisen Tinker in die geheime Kunst des Schnorrens ein, und Tinker revanchiert sich, indem er sie in die feinsten Clubs der City ausführt . Erst als das beschwingte Dauerabenteuer jäh durch einen Unfall beendet wird, stellt sich für Kate die Frage, wer eigentlich in wen verliebt ist – und was das Leben wirklich ausmacht.
Juni: Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine, Alexander von Humboldt, kämpft sich durch Urwald und Steppe, befährt den Orinoko, kostet Gifte, zählt Kopfläuse, kriecht in Erdlöcher, besteigt Vulkane und begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Der andere, der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß, der sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann und doch in der Hochzeitsnacht aus dem Bett springt, um eine Formel zu notieren - er beweist auch im heimischen Göttingen, dass der Raum sich krümmt. Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, treffen sich die beiden 1828 in Berlin. Doch kaum steigt Gauß aus seiner Kutsche, verstricken sie sich in die politischen Wirren Deutschlands nach dem Sturz Napoleons. Mit Phantasie und viel Humor beschreibt Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies, ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Einsamkeit und Liebe, Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg - ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Kraft und Brillanz.
Juli: Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt
Claire Zachanassian, eine amerikanische Multimillionärin, kehrt in ihr Heimatdorf Güllen zurück, um sich zu rächen: Vor Jahrzehnten hat sie aus dem Dorf fliehen müssen, denn sie bekam ein Kind von Ill, ihrem Geliebten, und dieser Ill hat damals Zeugen bestochen, die beschworen, daß auch sie etwas mit Claire gehabt hätten. Sie bietet der Stadt eine Milliarde, wenn man ihr den noch lebenden Ill tot vor die Füße legt.
Inhaltsangaben der Bücher entnommen von Goodreads